Briefpaten-Projekt: Karten-Paten für Geflüchtete gesucht

Ein Zeichen in Corona-Zeiten setzen und Austausch mit Geflüchteten ermöglichen soll ein Briefpaten-Projekt, für das Partner gesucht werden. „Wir haben Euch nicht vergessen“ lautet die Message.

Wenn in Flüchtlingsunterkünften Post eintrudelt, handelt es sich zumeist um Schreiben von Behörden oder Versicherungen. Persönliche Worte und Briefe, die von Herzen kommen, sind nur selten dabei. Das wollen Manar Elmasmari und Julia Pfrötschner ändern. Die Patenschaftskoordinatoren der Arbeiterwohlfahrt und der Bonveno GmbH haben ein Briefpaten-Projekt gestartet. Das soll in Corona-Zeiten den Kontakt mit Geflüchteten ermöglichen, Vereinzelung entgegenwirken, Sprachkenntnisse verbessern und Gemeinschaft stärken.

Mit wenig Aufwand können Interessierte Briefkontakt zu Geflüchteten knüpfen.

Ein Bild, ein paar nette aufmunternde Worte – gerne auch in anderen Sprachen – würden schon reichen, sagt Pfrötschner. Den Anstoß zu dem Projekt habe eine Grundschülerin bei der Hausaufgabenbetreuung gegeben: „Immer bekommen meine Eltern Post, aber mir hat noch nie jemand einen Brief geschickt.“ Wer Interesse am Briefverkehr mit Geflüchteten hat, kann via E-Mail an m.elmasmari@awo-goettingen.de oder j.pfroetscher@bonveno-goettingen.de Kontakt aufnehmen.

Unterstützt wird das Projekt durch das Bundesprogramm „Menschen stärken Menschen“.